Salz + Kunst: Wie entsteht ein Lied? Wie merkst du, dass etwas, das du gerade erlebt hast, in einem Lied erzählt werden kann/soll?

Julia Marti: Für den Fall, dass die Inspiration mich packt und ich das Bedürfnis verspüre, ein Lied zu schreiben, habe ich immer schon ein paar Melodien bereit, die ich dann beliebig einsetzten kann. Es ist dann meistens so, dass etwas in meinem Leben passiert, das mich sehr beschäftigt und nicht loslässt. Ich beginne dann, meine Gefühle und Gedankengänge in Worte zu fassen, passend zu der Melodie, um diese zu verarbeiten und manchmal auch, um mir selbst klar zu werden, wie ich überhaupt zu dem jeweiligen Thema stehe. Es ist einfach meine Art mit den Dingen im Leben klarzukommen.

Salz + Kunst: Denkst du schon an ein bestimmtes Publikum, wenn du Lieder schreibst?

Julia Marti: Früher dachte ich an überhaupt kein Publikum, aber mittlerweile überlege ich mir auch, welche Künstler*innen Musik machen, die meiner ähnelt oder zu denen ich aufschaue und ziele dann auf dieses Publikum. Wenn ich dann Konzerte besuche oder mir online anschaue, bildet sich ein sehr klares Bild von den Leuten heraus, die ich erreichen möchte: Dies sind vor allem Menschen, die sich in meine Texte hineinversetzen können und durch die gleichen Phasen gehen, die ich in meinen Liedern beschreibe.

Salz + Kunst: Für welches Publikum würdest du in Zukunft gerne singen? Was macht ein Publikum zu deinem Lieblingspublikum?

Julia Marti: In Zukunft würde ich mir erträumen, vor einem sehr diversen Publikum zu singen: je bunter desto besser! Ich würde gerne einen Raum kreieren, in dem sich alle wohlfühlen können und das Gefühl haben, dazu zu gehören. Das wäre auf jeden Fall ein Publikum, welches ich mir wünsche, wenn ich ein Konzert besuche.

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