Wir stellen vor

Jim

Julia Maria Imhoof ist Animationsfilmerin, wissenschaftliche Illustratorin und Organistin. In der Coronazeit schnitt sie mit ihren Kindern Fantasiepilze aus Papier, später entwickelte sie daraus die Neofunga, fiktive Pilze mit so wohlklingenden Namen wie “Mooslämpchen” oder “Vielfarbene Totholzmedusa”.

Salz + Kunst: Wie hat Corona Dein künstlerisches Schaffen beeinflusst?

Jim: Broterwerb, Privatleben und Kunstschaffen fanden auf einmal am selben Ort statt. Um mich dennoch kreativ auszudrücken, brauchte ich ein Ventil, das kompatibel mit dem Dauerfamilienbetrieb war. Mein Mann, ein Mykologe, brachte das Thema Pilze in die Familie. Totholz in der Wohnung, Proben im Kühlschrank und eine ganze Welt unter dem Mikroskop. Die Kinder und ich begannen, eigene Pilze zu erfinden, ihnen Namen zu geben.

Salz + Kunst: Was hältst Du von einem bedingungslosen Grundeinkommen für Künstler*innen? Auch nur für drei Monate im Jahr?

Jim: Ich bin überzeugt, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen gerechter und effizienter sein kann als das bisherige Fördersystem. Es würde die Kontinuität des künstlerischen Schaffens fördern, was den Künstler*innen sowie der ganzen Gesellschaft einen grossen Mehrwert einbrächte.

Salz + Kunst: Welche Räume inspirieren Dich?

Jim: Ich brauche viel Mut, mich in neue Räume zu begeben. Es trotzdem zu wagen, fühlt sich grossartig an. Es ist das Eintreten in neue örtliche, musikalische oder soziale Räume, das mich inspiriert. Aber immer auch die Natur, wo immer sie sich zeigt: in der Stadt, in den Bergen oder unterm Mikroskop.

Jim auf Salz + Kunst

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